Chronik
Die Feldschützengesellschaft Eschenz wurde im Jahre 1872 gegründet und ist somit der älteste Dorfverein. Ab 1922 existierte sogar ein zweiter Schiessverein, die Militärschützen. Doch 1962 siegte die Vernunft und die beiden, sich konkurrenzierenden Vereine schlossen sich zusammen. Es entstand die Schützengesellschaft Eschenz. Im Jahre 1972, in dem wir eigentlich 100 Jahre unseres Bestehen feiern wollten, erlebte der Verein den absoluten Tiefpunkt. Der allseits sehr beliebte Schiessplatz "Hüttenberg" durfte aus Sicherheitsgründen von uns 300m Schützen nicht mehr benutzt werden und wurde geschlossen. Seit diesem Zeitpunkt geniessen wir bei der Sektion Kaltenbach-Etzwilen Gastrecht.
Mit zirka 23 Aktiven zählt unser Verein, seit 1999 in der Kategorie 2 eingeteilt, sicher nicht zu den Grossen im Kanton. Die Zahl beim Obligatorischen beträgt um die 90 Schützen und die Beteiligung am Feldschiessen schwankt jeweils zwischen 50 und 70 Teilnehmern. Erfreulich ist die Tatsache, dass wir seit 1999 wieder einen eigenen Jungschützenkurs mit jeweils 7 bis 8 Teilnehmern durchführen konnten. Wir wollen dem Nachwuchs, nicht rein zufällig, ein besonderes Augenmerk schenken.
Höhepunkte in der Vereinsgeschichte waren die Organisation und Durchführung von zwei C-Schiessen in den Jahren 1952 und 1982. Seit mehr als 25 Jahren erreichten wir an 5 Eidgenössischen und 6 Kantonalen Schützenfesten, konstant gute Sektions-Resultate, immer im Rang eines Lorbeerkranzes mit Goldblatteinlage. 1990 gelang uns die erst- und zugleich letztmalige Qualifikation in der Gruppenmeisterschaft für die erste Schweizerische Hauptrunde.
1997 feierten wir mehr oder weniger still das 125-jährige Bestehen unseres Vereins. Für ein Jubiläumsschiessen konnten oder wollten die Kräfte nicht reichen. Die 1. Augustfeier im Jubiläumsjahr bildete dennoch einen würdigen Rahmen für die Einweihung der neuen Vereinsfahne, erst die zweite in unserer Vereinsgeschichte. Auch sie konnte, wie schon ihre Vorgängerin dank grosszügigen Spenden aus dem Dorf angeschafft werden. Ein untrüglicher Beweis, dass unserem Verein im Dorf grosse Sympathien entgegengebracht werden.
Januar 2001, Alois Bach, Präsident (1989-2003)