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Einleitung |
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Gleisplan |
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Gleisbau |
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Steuerung |
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Rollmaterial |
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Landschaft |
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Zukunftsaussichten |
Modell-Eisenbahn-Club Flawil lautet die offizielle Bezeichnung unseres im Jahre 1968 gegründeten Klubs. Neben der Haupttätigkeit, dem Bau und Betrieb einer H0-Modelleisenbahnanlage, stehen jährlich einige Ausflüge auf dem Programm.
Der Bau einer Modelleisenbahnanlage war schon zu Anfang Grundgedanke des Klubs. Die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten, die Angebotspalette und vor allem das Verhältnis zwischen optischer Wirkung und Preis liessen den Entscheid zugunsten der Nenngrösse H0 fallen. Das ist auch ein Massstab, welcher sich für Eigenbauten eignet.
Im Jahre 1982 wurden die Tätigkeiten wieder etwas intensiviert, und seither wird zielstrebig jeden Mittwochabend am gemeinsamen Werk gearbeitet.
Das Motto der Anlage könnte in einem Satz wie folgt umschrieben werden: Eine ohne spezielles Vorbild gestaltete Gebirgsanlage, welche möglichst naturgetreu die Landschaft und den Fahrbetrieb (SBB) wiedergibt und einen interessanten Aufbau und Betrieb erlaubt.
Einen eisenbahnerischen Überblick über die ganze Anlage gibt bekanntlich ein Gleisplan. Einen solchen minuziös ausgearbeiteten Plan gibt es allerdings nicht, weil die Kurvenläufe direkt " vor Ort " konstruiert wurden. Vielmehr wurde ein Plan mit allen steuerungstechnisch wichtigen Informationen wie Gleisisolierungen, Weichenbezeichnungen, Signalstandorten und dergleichen erstellt. Für das Konzept ist ein grober Gleisplan erstellt worden.
Einen besseren Überblick über die bahnbetrieblichen Möglichkeiten gibt aber ein Gleisschema.
Anschliessend seien die wichtigsten Informationen dazu stichwortartig aufgeführt:
Holzrahmen tragen den aus Spanplatten bestehenden Gleisunterbau mit Steigungen in der Regel kleiner als 25 Promille. Eine kostengünstige Lösung für das Schotterbett bilden in Streifen geschnittene Resten von Teppichunterlagen. In den Kurven überhöht, tragen sie das anschliessend eingeschotterte Flexgleis.
Ein leises Summen verrät die im Eigenbau entstandenen motorischen Weichenantriebe, welche die Weichenzungen naturgetreu langsam umlegen.
Nach dem Motto "Modelleisenbahnen fahren auch nicht mit Luft" werden alle sichtbaren Schienenstränge mit einem Fahrdraht überspannt. Die im Eigenbau entstandene Fahrleitung wird von im Handel erhältlichen und zum Teil selbst hergestellten Masten nach SBB-Vorbild getragen. Elektrische Triebfahrzeuge verkehren demnach mit gehobenen Stromabnehmern, welche den stromlosen Fahrdraht berühren.
Aufgabe der Steuerung ist es, einen möglichst sicheren und interessanten Fahrbetrieb zu gewährleisten. Diese Aufgabe ist jedoch nicht so einfach zu lösen wie sie zu beschreiben ist! Das hat sicher schon der eine oder andere Modelleisenbahner am eigenen Leib erfahren.
Das Konzept für unsere Anlagensteuerung sieht wie folgt aus:
Weil die Entwicklung einer solchen Steuerung eine gewisse Zeit benötigt, mussten wir während einigen Jahren mit Provisieren vorlieb nehmen. Heute können wir dafür einen Fahrbetrieb aufrechterhalten, der genau dem unseres Vorbildes SBB entspricht.
Es verkehren Modelle von Triebfahrzeugen nach Schweizer Vorbild sowie Wagenmaterial in der Zusammensetzung verschiedener Bahnverwaltungen, wie sie auf den Transitstrecken der Schweiz anzutreffen sind. Ein gewisser Anteil an Rollmaterial ist klubeigen, und ein beträchtlicher Teil wird von den Mitgliedern beigesteuert. Weil die klimatischen Verhältnisse im Klublokal nicht jenen der Wirklichkeit entsprechen, werden immer mehr Modelle künstlich gealtert.
Die Landschaftliche Gestaltung ist keine genaue Nachbildung eines bestimmten Gebietes, sondern sollte vielmehr eine typisch schweizerische Berglandschaft widerspiegeln, wie zum Beispiel im Stil der Gotthard-Nordrampe - wie könnte es auch anders sein!
Mutter Natur als Vorbild zeigt uns immer wieder (und dazu noch gratis), wie die Landschaft aussehen soll. Verleimte Papierschnitzel, Gipsbinden auf Drahtgitter, Styropor und Holzabstützungen bilden den Erdboden. Begrünt mit Streufasern werden Wiesen nachgebildet, klaffende Felswände aus bemalten Gips oder auch echten Steinen unterstreichen den Gebirgscharakter.
Viele Wege führen zu Modellbäumen wie zum Beispiel: Stamm und entsprechend beflocktes Geäst aus Kupferdrähten oder gar getrocknete Holder- oder Fenchelstauden wirken sehr natürlich.
Auch wenn wir ein ausgesprochener Modelleisenbahnklub sind, so darf trotz dem Schlagwort "Mit der Strasse auf die Schiene" die Asphaltpiste nicht gänzlich fehlen - aber eine vierspurige Autobahn sucht man auf der Anlage vergebens.
Farblich nachbehandelte Gebäudebausätze und nach Bedarf auch vollkommen selbst hergestellte Bauten stellen die Miniaturbehausungen dar. Die Bahnhofszene wird geschmückt durch die im Eigenbau entstandenen Billettautomaten, Abfertigungskasten, Fahrpläne, Werbeplakate und viele weitere kleine Details.
Während die Arbeiten an Gleiskörper, Fahrleitung und Gelände voranschreiten, werden wohl schon bald konkrete Pläne für die letzte Ausbauetappe geschmiedet - dem Kopfbahnhof mit EStW (Elektronisches Stellwerk Typ Simis C). Obwohl sicher noch einige Abende bis zur Fertigstellung vergehen werden, so sehen wir dank unserem Betriebskonzept, einen interessanten Fahrbetrieb mit Fahrplänen und dergleichen aufzubauen.
[Ph. Geisser & H. Rinaldi]
Letzte Änderung: 06.10.2005